…come closer

POINT BLANK: ‘PROLETARKA’

During the epoch of industrialization in the second half of the 19th century, the idea of the ‘micro-cities’ embedded in Russia’s big cities was born. Those ‘micro-cities’ should provide all the comfort and facilities like living space, shops, schools, medical supplies, churches and a short way to work, for the workers of factories and their families. At that time the idea and realization was regarded as modern and innovative. Those places still exists, like you see here on the example of ‘PROLETARKA’ in Tver/Russia. There are still people living in, but the factories are closed down and the condition of the buildings are in need of renovation.

Thanks to Peggy/PERALO for the information.

 

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35 responses

  1. Sehr beeindruckende Bilder, die so viel Stimmung transportieren, dass mir ganz mulmig wird… Schon als Kind fand ich solche Plätze interessant und faszinierend, gleichzeitig schnürte es mir fast die Kehle zu vor Trostlosigkeit. Trostlosigkeit und Verwahrlosung machen mir bis heute zu schaffen… Vielleicht entstehen in meinem Kopf zu schnell Geschichten dazu. Und die einzige sichtbare Menschenseele ist nur halb erkennbar, der Rest hängt im Container, mannomann, das verstärkt mein Unbehagen noch mehr. Aber spricht alles sehr für Deine Bilder :)))! Liebe Grüße, Wanja

    April 11, 2017 at 7:13

    • Ich empfinde auch eine Faszination solchen Orten gegenüber, weil sie mich an meine Kindheit erinnern. Eigentlich eine fast Identische Geschichte. Die dem Stahlwerk angeschlossene Wohngenossenschaft hat die Arbeiter aus den Wohnbaracken geholt und sie samt Familie in solchen Arbeitersiedlungen umgesiedelt. Damals innovativ. In den 70er/80er total runtergekommen. Heute renoviert. Der letzte Schritt steht hier leider noch aus. Ich kann mich noch gut als Kind erinnern. Immer wenn man sich dort blicken ließ, gab’s einen auf die Fresse. Andererseits war es aber auch super spannend. Erinnere mich, dass es Ende der 70er dort jemanden gab, der schon einen Videorekorder hatte. Wir schön Filme geguckt während die Mutter uns in der Küche auf ihrem Kohleofen lecker Essen gekocht hat.
      Fairerweise sollte man den Ort aber auch nochmal im Sommer zeigen, den bei schönem Wetter und wenn alles schön grün ist, wirkt der gleiche Ort eigentlich nicht so trostlos.
      Ich habe auch noch Bilder von drinnen gemacht (kommt noch)… …doch da muß ich sagen, sprang genau dieses von dir erwähnte Kopfkino an, bei dem man sich die Geschichten zu den Menschen ausmalt.

      Liebe Grüße, Markus

      April 11, 2017 at 11:20

  2. 😮 These are very strong, Markus. Proletarka is a word in Slovenian too, for a woman worker. 🙂

    April 11, 2017 at 8:16

    • Thanks, Manja.
      It funny to find so many slavian-languarge-roots in so many word. When I was in Montenegro, I was even able to talk to people with my poor russian language skills.

      April 11, 2017 at 10:59

  3. Very stark and sad photos Markus. How did you feel when you were taking the photos? They have a very dark feeling to them, which I do not recall seeing in any of your other photos.

    April 11, 2017 at 9:13

    • To be honest, I was not that touched or moved (if you meant with your question if I felt sad taking that photos) during that shoot, because unfortunately there are many former-nice-looking places which look like that and you get used to that. BUT, I felt sad during the shoot inside this buildings (will post that photos later).
      From the outside it’s an interesting place for photographers. You can still see the above mentioned structures of this micro city, the great architecture and the social advantages which this place offered to the people who lived there. Communicative, a big community and short ways to all the facilities. But those days are gone. I thing it would be even fair to post some pictures from nice summer days, where all the neighbors hang around in the yards together.

      April 11, 2017 at 10:50

      • I look forward to see the inside photos. Why did this idea die out? It sounds like something all big cities need.

        April 12, 2017 at 3:21

        • Totally agree! I know similar places in Moscow and in Germany which are used now for artists, galleries, cafes, craftsman shops… …but unfortunately it’s not effort able anymore for working families. THIS place was build to give people a lebensraum… …and I hope it will see some better days soon.

          April 12, 2017 at 8:44

        • Me too, but you need to get all your photography done first! 😊

          April 12, 2017 at 8:56

        • Will tell the owner he should wait until I’m done! 😀 😀 😀

          April 12, 2017 at 10:37

  4. Sehr starke Serie!

    April 11, 2017 at 10:02

  5. v.a. das letzte bild: herzzerreißend! und das vierte bild: spooky!
    beeindruckende bilder!
    lg daniel

    April 11, 2017 at 13:33

    • jau, das letzte mit dem Teddy im Dreck ist schon krass. Dank dir, Daniel
      LG, Markus

      April 11, 2017 at 18:36

  6. Stellar captures I like the history and they way your perspectives of each image…I like the low shots….thanks for sharing and showing us Markus 😀

    April 11, 2017 at 14:07

    • I like the idea of this place of a lebensraum for workers and families. Maybe one day they will renew this place and the idea behind. Thank you Hedy for your fine comment. 🙂 smiles over the pond 🙂

      April 11, 2017 at 18:34

  7. Excellent shots and I really love that last one with the toy.

    April 11, 2017 at 14:37

  8. … auch wieder eine Geschichte vom “Gewesen sein”. Verfall, toll gezeigt. Und diesen Hintergrund kannte ich auch noch nicht.
    Lg,
    Werner

    April 11, 2017 at 15:54

    • Ich bin mal gespannt, wie die Geschichte weiter geht, da es echt zu schade wäre so ein Stück Geschichte so zu lassen. Mit ein wenig Fantasie kann man sich dort echt das blühende Leben vorstellen. Ideal von der Struktur her für Familien, Künstler, Kultur. Ich keine Fabrikanlagen aus Moskau, wo dieser Wandel erfolgreich vollzogen wurde. Nur, und das ist in Deutschland nicht anders, ist bei den Preisen leider kein Lebensraum für Menschen übrig geblieben, da unerschwinglich. Vielleicht kriegt man ja hier die Kurve und erinnert sich an die eigentliche Idee eines besseren Lebensraum für Arbeiter und Familien schaffen.
      LG, Markus

      April 11, 2017 at 18:28

  9. Fine series; they catch the atmosphere of a half deserted town very well.

    April 11, 2017 at 17:07

    • Thanks, Harrie. In wintertime it seems, that this place is abandoned… …but it’s not.

      April 11, 2017 at 18:21

  10. Ganz großes Kino! Wow. Eingefangener Verfall, trostlos und leer, die Menschen verschwinden in Müllcontainern, Spielzeug liegt auf dem Boden, vergessene Wäsche hängt auf der Leine und Wasserpfützen hängen oben, statt unten, wo sie doch ursprünglich mal hingehörten …
    Alles in diesen starken S/W-Tönen, das gefällt mir sehr. Sehr emotional und eindrucksvoll.
    Eine gute Mischung zwischen altem Gemäuer dann und wann eine starke Erinnerung an Lebendiges einzustreuen, (und den Betrachter zu verwirren an der ein oder anderen Stelle!!!!), das hast du hier wirklich gekonnt eingesetzt. Es wird einem mulmig beim Betrachten. Und nachdenklich.
    Toll!
    Freudige Grüße, Andrea

    April 11, 2017 at 20:54

    • Ich glaube das Verwirrende an der ganzen Situation waren echt die Spuren von Menschen zu finden. Gar nicht der Verfall. So was kennt man ja überall auf der Welt. Es ist deshalb ja auch gar keine Abandoned/Lost Places Serie, weil da ja teilweise noch jemand wohnt.

      Ich sollte aber fairer weise noch mal eine Sommerserie davon machen, da dann auch das Leben nach aussen zurückkehrt. Die Architektur dort ist echt toll. Gemacht, damit Menschen darin leben. Viele Menschen, die trotzdem noch genügend Platz haben auch Zeit draussen zu verbringen… …auch wenn es jetzt nicht gerade ‘der eigene kleine Garten’ ist. Aber die Strukturen mag ich sehr. Ich weiß jetzt leider nicht, wem das Gelände jetzt gehört, nachdem die Textilfabrik geschlossen hat. Ich weiß auch nicht, ob es geplant ist, den Ort wieder zu einem schönen, würdigen urbanen Lebensraum aufblühen zu lassen. Wir beide haben ja selbst auf dem Gelände der Moskauer ‘Roter Oktober’ Schokoladenfabrik gesehen, dass man alten Raum neu und sinnvoll nutzen kann. Okay, der Platz wurde ja mehr in ein Künstler-, Cafe- und Einkaufsviertel verwandelt und wäre für Familien unerschwinglich. Auch die Strukturen dort wären zum wohnen eher nicht so geeignet. War ja auch eine Fabrik. Trotzdem gute Idee. Hoffentlich nutz man solche Energien auch hier.

      Danke für das genaue Beobachten und deinen tollen Kommentar. Es stimmt. Die Perspektive macht hier die Musik. Der Schnee der gelangweilt Flächen bedeckt, die Pfützen die erstaunt zum Spiegel werden und Details im Müll, die auf traurige weise die Szene vermenschlichen. Wie gesagt, manchmal sind es eben die Spuren, die mit Macht an unseren Gefühlen zerren, viel stärker als ein lebendiger Überfluss den man nicht wahrnimmt. Erst das Fehlen von Dingen erinnert uns an das, wie es eigentlich sein soll.

      Liebe Grüße, Markus

      April 12, 2017 at 9:21

  11. Moin Markus,
    großartige Serie, ich mag es morbide und trostlos, obwohl ich den menschen dort wirklich besseres wünsche. Es stimmt, bei uns wären solche Bauten wahrscheinlich kernsaniert und die einstigen Bewohner aufgrund der Wohnkosten längst in andere Viertel “vertrieben”.
    Irgendwie passt da das Bild vom Plüschtier ganz gut, obwohl es auch etwas unheimlich anmutet. Verloren, perspektivlos, die Szene mit dem Müllcontainer spricht da Bände…
    andererseits sehr ich da aber auch den Stolz aus der Geschichte, den solche Gebäude mit sich tragen. Den kann auch das Marode nicht zerstören!
    LG kiki

    April 11, 2017 at 21:26

    • Moin, kiki
      das finde ich echt großartig formuliertes Schlusswort ‘den Stolz aus der Geschichte’. Ich glaube neben dem Bewusstsein, dass der Ort dort heute wohl mehr als einem Ghetto angesehen wird, gibt es glaube ich immer noch das Bewusstsein, dass es mal ein prächtiger Ort war. Oben ist ein Link zu Peggy’s Seite, auf der sie zwei Links zu Spielfilmen eingefügt hat, die bewusst für eine historische Kulisse gewählt wurden. Das spricht ganz zweifelsohne dafür, dass eine Wertschätzung für diesen Ort übrig geblieben ist. Hoffen wir das beste.
      LG, Markus

      April 12, 2017 at 9:29

  12. eine sehr gelungene, nachdenkliche und berührende serie, die mit den harten kontrasten noch einmal fast extrem wirkt. einmal mehr bin ich fasziniert, wieviel stimmung im bild zusätzlich durch die bearbeitung transportiert wird.

    April 12, 2017 at 10:28

    • Das freut mich sehr. Ich finde es auch oft bemerkenswert, wie eigentlich durch eine Reduktion (keine Farbe, weniger Sättigung, Unschärfe..) die Empfindung eines Bildes gegenüber verstärkt wird. Wie im Leben. Nimm einem was weg und er/sie vermisst es umso stärker.

      April 14, 2017 at 15:06

      • oh das ist ein weiser satz!

        April 17, 2017 at 14:58

        • 🙂 …drum ist es ja umso schöner, wenn wir mal drüber nachdenken was uns genommen werden könnte, drum kämpfen es zu behalten, weil wir den Wert kennen….und es einfach behalten!

          April 18, 2017 at 22:50

  13. Wo Schatten ist, da ist auch Licht, vor dem Verfall waren die Tage mit Lachen und Freude. Durch Deinen Schwarz-Weiss Ansatz und die gewählten Perspektiven verstärkst Du die Gegensätze teilweise bis in das Extrem. Da hast Du wieder viele Emotionen festgehalten und viele Deiner mit hineingepackt. Ich sehe viel Schönheit in den Bildern und auch viel Menschliches. Super Serie, Markus! Liebe Grüsse. Reinhold

    April 12, 2017 at 13:59

    • Genau, das empfinde ich auch oft. Die Schönheit im Hässlichen. …UND, es ist eine sehr westliche Fähigkeit da zu tun. Die Russen könne sich solch einen Luxus nicht leisten, weil sie eben genug mit ihrem viel härteren Leben beschäftigt sind. Da liegt halt Dreck rum, was natürlich unschön ist. Ich werde aber auch oft von russischen Freunden gefragt, ob ich nicht noch mehr Fotos machen kann, wie ich Russland mit meinen Augen sehe. Der Austausch darüber ist immer sehr spannend, weil man ja das festhält, was so anders von jeweils seiner Welt ist. Mich interessieren aber auch oft Spuren von Menschen, also Spuren, die sie hinterlassen, weil die Fantasie dann meiner Meinung nach extrem angeregt wird und das Bild noch Menschlicher wirkt, weil eben was fehlt.
      Danke für deinen tollen Kommentar. Hat mich echt gefreut.
      Liebe Grüße, Markus

      April 14, 2017 at 14:57

  14. Sehr tragisch, sehr traurig. Ungeheuer intensiv und direkt. Das ist eine großartige Reportage… Sie zeigt die wahre Seite. Die Wahrheit. Und dafür braucht man das nötige Fingerspitzengefühl. Das haben nicht viele. Du hast es erneut (eindruckvoll) bewisen. Stark echt! Emotionen und Momente, gepaart mit s/w. Vermittelt auf jeden Fall eine Schwere und drückt die Stimmung. Das spricht total für Dich und Deine Umsetzung. Applaus!!

    April 13, 2017 at 0:05

    • Danke schön. Das freut mich echt. Mir fiel aber auch mal wieder auf, dass diese (meine) Sichtweise auch was sehr westliches hat, weil es auch teils Schlüsselreize hat, wie wir Europäer Dinge bewerten. Vor allem wenn Orte ‘vermenschlicht’ werde (Stofftierfoto, Wäsche auf der Leine…). Natürlich ist der Ort für russische Verhältnisse auch nicht sauber. Da liegt halt viel Müll rum (was natürlich nicht überall so ist). Ich glaube aber schon, dass man dort solche Details ausblendet, da das Leben generell viel härter ist. Man beschäftigt sich glaube ich mehr mit den praktischen Dingen im Leben. – Ein Hintergrund für diese Serie war auch, dass ich dort oft gefragt werde, ob ich nicht mal Bilder machen kann, die Russland mit meinen Augen beschreiben, so wie ich Details wahrnehme. …und, natürlich, gibt es auch viele, viele Bilder, die die Schönheit dieses faszinierenden Landes festhalten. Das sind dann oft auch wieder Detail und mit meinen Augen gesehen. Andersrum finde ich es auch immer voll spannend, wenn ich Bilder sehe, die russische Bekannte und Freunde in Deutschland gemacht haben. Da frage ich mich dann auch oft: Warum hat er/sie DAS denn geknipst? (spießige Vorgärten, Denkmäler, Selfies mit Pflanzen, Leute die im Auto sitzen, Blumenkübel…) Macht voll Spaß die unterschiedlichen Wahrnehmungen zu beobachten.

      April 14, 2017 at 14:29

      • WoW! Hammer wie Du Dich und Deine Bilder bereits hinterfragt hast. Das ehrt Dich sehr. Gerade die Stelle am Anfang mit den vermenschlichten Motiven/Fotos… Hochachtung, das eine ist diese Fotos so genial zu machen, das andere sich gewisse Dinge einzugestehen und auch kritisch zu begutachten. Respekt! Diesmal in doppelter Hinsicht!!

        April 15, 2017 at 21:25

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