…come closer

POINT BLANK: inside ‘PROLETARKA’

During the epoch of industrialization in the second half of the 19th century, the idea of the ‘micro-cities’ embedded in Russia’s big cities was born. Those ‘micro-cities’ should provide all the comfort and facilities like living space, shops, schools, medical supplies, churches and a short way to work, for the workers of factories and their families. At that time the idea and realization was regarded as modern and innovative. Those places still exists, like you see here on the example of ‘PROLETARKA’ in Tver/Russia. There are still people living in, but the factories are closed down and the condition of the buildings are in need of renovation.

Thanks to Peggy/PERALO for the information.

 

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24 responses

  1. Wow! Was soll ich sagen… Da steckt mal wieder ne ganze Menge drin. Und auch hier wirst Du Dir weider Deine Gedanken dazu gemacht haben. Man merkt das an der sensiblen Art wie Du die Bilder präsentierst… Kein riesen Tamm-Tamm, sondern ruhige Bilder, reale Aufnahmen, echtes Leben. Du hast da echt ein gutes gefühl dafür. Die Bilder sind faszinierend, ein bisschen unheimlich und unglaublich direkt und nah. Gerade diese Unschärfen und Perspektiven verleihen den Bildern einen ganz besonderen Touch. Das ist großartig. Einmal mehr ist es Dir gelungen, das echte Leben echt zu präsentieren. Klasse, ehrlich…

    April 18, 2017 at 9:33

    • Also, das erste Bild ist grenzwertig. Der Kleine rennt ja förmlich vor der Kamera weg. Darf man so was bringen? Ist das noch Foto-Doku. Aber gerade das macht das Bild aus. Unerkannt in die Ruinen flüchten. Wehe, wenn jemals in der Schulklasse sieht wo man wohnt. Deshalb ist der Rest auch bewusst unscharf. Obwohl, das Katzenfoto, so typisch für ein russisches Stadtleben. ist einfach nur unscharf, weil ich direkt neben der Waschküche stand, die sich wohl über die Flure entlüftet und der Autofokus versagte.
      Ja genau, echtes Leben. Hoffen wir das beste für die Menschen dort. Dank dir, Markus.

      April 18, 2017 at 22:42

      • In meinen Augen ist das noch Foto-Doku. Nicht simples knipsen sondern bewusst auf Dinge achten. Denk mal an die Kriegsfotografie (als krasses Beispiel)… Mich bewegen die Bilder. Und für mich ist das auch eine großartige Arbeit. Nicht massentauglich aber unglaublich intensiv!

        April 19, 2017 at 10:21

        • Dank dir für deine Meinung. Gut das zu hören. Hast Recht. Kriegsfotografie ist ja noch ne andere Liga. War aber trotzdem heftig zu sehen, wie die Menschen dort leben.

          April 19, 2017 at 10:26

        • Das glaub ich Dir sofort. Umso größer der Respekt, dass Du es auch durchgezogen hast. ich denk das auch immer bei diesen Armutsreportagen aus Afrika. Ein harter Job, aber irgendjemand muss es machen…

          April 19, 2017 at 10:39

        • Die Bilder hier sollen auch gar nicht anklagend sein. Es ist eine Ist-Aufnahme mit der Hoffnung, dass es mit dieser Mikro-Stadt nochmal aufwärts geht.

          April 19, 2017 at 11:54

        • Und genau das zeigst Du auch. Keineswegs anklagend…

          April 19, 2017 at 12:47

  2. Great photographs, Markus! So sad…planned communities so often have the interest of the people in mind but often cannot accommodate changes in the society and economy. The factory closes or something else changes and the community falls apart. It has happened in the U.S. too.

    April 18, 2017 at 17:36

    • Thought about to call that post ‘The Ghost of Tom Joad’… …because that is what happened here exactly like on Bruce’s album. The factory gives and takes life. (..and I’m allowed to say that, because I worked in a steel factory for years). Brilliant idea. …but neglected over the decades. An excellent structure… …but neglected.
      THAT happened everywhere. …but, and I don’t want to sound arrogant, in my area, the Ruhr-Area/Germany, a former mining and steel factory district, the whole community completed a chance over the last three decades from this mono structure to a new structure of high-tech services. Nevertheless there is still improvement needed. But… ..and I wish that for the people and the responsibles in Russia that they will make their way!

      April 18, 2017 at 22:26

      • Yes, I worked in factories too, Markus. Change is difficult, for companies and for workers. But change is continuous and seems to be even faster now. Thanks for your reply…

        April 19, 2017 at 4:07

  3. Wow, noch eine beeindruckende Serie. Durch die Unschärfe wirken die Bilder deutlich intensiver noch. Momentaufnahmen, Blicke in Räume, an Orte, die nicht inszeniert sind. Das Verwischte vermittelt den Eindruck eines eher scheuen Blickes in die Ecken, die Treppe herauf, den Gang entlang, als wäre da Unsicherheit des Fotografen mit im Spiel, ob er hier so fotografieren darf. Ich kenne diesen schmalen Grat, andererseits verschaffst du diesen intimen Orten durch deine Bilder einen Raum, in gewisser Weise eine Bühne, du holst ans Licht, was wir sonst gern übersehen, wo wir vorbeihuschen, weil wir nicht so genau hinschauen mögen. Oder wir übersehen …
    Vielleicht auch, weil wir ein seltsames Gefühl bekommen an solchen Orten.
    Mir gefällt, wie vorsichtig und doch wertschätzend du das, was du gesehen hast, festhältst. Und zeigst, wie Menschen auch leben, was fehlt und was dort ist.
    Man wünscht sich für solche Orte und Menschen Entwicklung und Wachstum, aber auch ein achtsames Gestalten des Raumes, der ja bereits belebt ist.
    Sehr gelungen.
    LG, Andrea

    April 20, 2017 at 10:43

    • Vielen Dank für deinen feinfühligen Kommentar, Andrea. In der Tat haben die Bilder was von flüchtigen, unsicheren Blicken. So wie man jemand anschauen möchte, aber man nicht will, dass er es sieht, weil er/sie mit Sicherheit nicht stolz drauf ist, dort zu leben. Zumindest nicht in dem Zustand in dem sich diese Mikro-Stadt befindet. Wegschauen ist aber keine Alternative. Es ist einfacher wegzuschauen, klar, aber man tut es sowieso schon zu oft. Was soll man den Menschen auch sagen? Dass man sieht, dass sie peinlich berührt sind. Dass man weiß, dass sich in absehbarer Zeit wohl nichts ändern wird. Dass man sich gleich wieder in seine Komfortzone des ‘Wohlstands’ zurückzieht und noch ein schönes Jahr wünscht (siehe letztes Foto). Ein schmaler Grat. Aber, und das finde ich wichtig, man schafft Bewusstsein. Bei sich… ..vielleicht auch bei anderen, weil man vielleicht auch für andere mal hingeschaut hat.
      Was ist dann eigentlich der Sinn einer solchen Serie? – Lernen hinzuschauen? Eine unverklärte Meinungsbildung bei sich betreiben? Wertschätzung seines eigenen Lebens lernen? Offen sein für Ideen und Initiativen? …mit Sicherheit von jedem etwas. Ich schliesse mich einfach deinem Schlusswort an, weil es eigentlich genau das beschreibt was ich mir auch wünsche.
      Liebe Grüße aus der Komfortzone, Markus

      April 20, 2017 at 11:16

  4. Es wirkt sehr bedrückend und gespenstisch was du hier lieferst. So als würden dort die Geister aus der Vergangenheit die derzeitige Gegenwart verfluchen. Was die Fassade noch an alter Pracht zur Schau stellen konnte, verliert sich hier in der Dunkelheit und Tristesse. Die Traurigkeit des Ortes wird durch die absichtliche Unschärfe noch verdeutlicht, die dunklen Schatten zusammen mit den sparsamen, ausgefressenen Lichtern untermauern hier noch zusätzlich die Härte des Alltags. Es ist traurig zu sehen, was aus dieser ehemals guten Wohnkultur geworden ist. Dieser Zustand gilt mit Sicherheit auch für die Bewohner des Ortes und das ist das wirklich traurige an der Geschichte. Man möchte allen dort wünschen, daß es auch wieder bessere Tage dort geben wird. Bist du eigentlich alleine in die Häuser rein?
    LG kiki

    April 20, 2017 at 11:35

    • Genau das habe ich auch gedacht. Durch die alte Fassade schimmert noch der Glanz der alten Tage. Doch wenn man da erstmal drin ist, erschliesst sich einem schon, dass da doch einiges gemacht werden müsste. Generell ist es in Russland aber so, dass der Prozentsatz Immobilieneigentum um ein vielfaches höher ist als in Deutschland, was dazu führt, dass gemeinsam genutzte Flächen (Flure, Treppenhäuser..) meist ein wenig verwahrlost sind, weil sich keiner in der Verantwortung sieht. Die Wohnungen dahinter sind oft wunderschön, was man oft nicht vermutet. Doch hier geht es um Mietwohnungen… …und ich denke mal, dass dessen Zustand auch nicht viel anders ist als der Flur. Hopfen wir mal, dass sich die Zeiten wieder zum positiven ändern werden.
      Ich war mit Peggy und Pavel dort (siehe auch oben den Link zu Peggy’s Seite). Ich hatte letzten Sommer schon mal Aussen-Fotos von Peggy, die eigentlich ein ganz netten Eindruck machten, weil viele draussen im Grünen saßen. Im Winter spürt man aber viel mehr die Tristheit, da alles Grün gewichen ist.
      LG, Markus

      April 20, 2017 at 14:00

      • Im Sommer mag es dort auch besser sein, weil man einfach RAUS kann. Man muß sich ja auch ein wenig ablenken können. Gesellschaft ist da wichtig. Zumindest gute Nachbarschaft wäre den Leuten dort zu wünschen.
        LG kiki

        April 20, 2017 at 14:24

        • Mission verstanden. Burn after reading. Kobra übernimmt! …im Sommer gibt es dann schöne Draussenbilder! 😀
          LG, Markus

          April 20, 2017 at 14:35

        • Vielleicht wird ja gegrillt und du bekommst was ab…inkl. Kaltgetränk. Einen Versuch wäre es wert.
          LG kiki

          April 20, 2017 at 14:36

        • ….ich glaube man bekommt in Russland sowieso immer was ab… ….ob man nun will oder nicht!!! 😀 😀 😀
          LG, Markus

          April 22, 2017 at 11:22

  5. Hi Markus, wenn Du jemals World of Warcraft gespielt hast, dann stelle ich mir die Katakomben unter der fliegenden Stadt Dalaran so vor. Deine phantasievollen Bilder vermitteln einen Eindruck jenseits der Realität. Fremd, dunkel, traurig aber auch interessant, abenteuerlich und herausfordernd. Da hast Du ein tolles Modell. Ich glaube wir können hier noch ein paar “Nachschläge” verkraften. Hau rein! Liebe Grüsse. Reinhold

    April 20, 2017 at 13:09

    • mal ein etwas anderes WOW am Anfang eines Kommentars. 😀 …nee, habe ich aber nie gespielt… …obwohl ein wenig der Egoshooterromantik war irgendwie schon da, als wir da durch die Flure geriefelt sind… …nur halt nicht mit Wumme, sondern Kamera.
      Das war echt in vielerlei Hinsicht für die Sinne irritierend, da nicht nur die Optik ungewöhnlich war. Da die Waschküchen über den Hausflur entlüftet wurden, hatte man dort echt eine ungewöhnlich stickige Luft, obwohl es draussen saukalt war. Auch die Akustik war sehr fremd, da man ständig irgendein Knirschen der Schritte, sich öffnende oder schliessende Türen und Stimmen von irgendwoher hörte. Auf jeden Fall möchte ich da nochmal im Sommer hin und Bilder machen. …ist vielleicht aber auch nur so eine Verklärte Romantik, das Grün und im Hof grillen das Leben dort auf einmal super toll macht. Werde es herausfinden. Danke für deinen tollen Kommentar.
      LG, Markus

      April 20, 2017 at 14:24

  6. Ich habe mir lange deine Fotos angeschaut und mich dann durch die Kommentare gearbeitet. Ich habe da grundsätzlich nichts hinzuzufügen: Flüchtig, einfühlsam, Unschärfe, bedrückend, erzählend. …. doch vielleicht eines: ich lese aus diesen Bildern deine Sympathie und Liebe zu den Menschen und zu diesen Orten.
    Wirklich beeindruckend, Markus.
    Lg,
    Werner

    April 21, 2017 at 9:44

    • Deine Aufmerksamkeit freut mich wirklich sehr. Vielen Dank fuer deine motivierenden und offenen Worte. Danke, Werner.
      LG, Markus

      April 22, 2017 at 11:21

  7. Such atmosphere you’ve created such a sense of story…another wonderful post Markus 😀 smiles!

    April 23, 2017 at 1:31

    • thank you so much, Hedy! I always like your fine comments. Smiles back 🙂

      April 25, 2017 at 12:07

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