…come closer

POINT BLANK: коммуналка

Wikipedia says…

Communal apartments (singular: Russian: коммуналка, коммунальная квартираkommunalkakommunal’naya kvartira) appeared in the Soviet Union following the Russian revolution of 1917. Communal apartments emerged as a response to a housing crisis in urban areas – authorities presented them as a product of the “new collective vision of the future”. Between two and seven families typically shared a communal apartment. Each family had its own room, which often served as a living room, dining room, and bedroom for the entire family. All the residents of the entire apartment shared the use of the hallways, kitchen (commonly known as the “communal kitchen”), bathroom and telephone (if any). The communal apartment became the predominant form of housing in the USSR for generations, and examples still exist in “the most fashionable central districts of large Russian cities”.

Markus says…

during our stay in St. Petersburg / Russia we lived with seven friends and an old lady in this communal apartment. A cheep and communicative alternative to the expensive hotels. It was a kind of time travel and I really enjoy to experience that way of living together in one apartment.

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52 responses

  1. die bilder sind genial, obwohl um ehrlich zu sein das ganze eher wie ein lost place aussieht als ein ort, an dem tatsächlich noch gewohnt wird O.o aber ich finde es echt schwer vorstellbar, mit der ganzen familie in einem raum zu wohnen. wir sind da schon einfach einen anderen luxus gewöhnt. war bestimmt eine super spannende und interessante erfahrung.

    September 12, 2017 at 7:48

    • Aus der Distanz betrachtet, kann ich mir gut vorstellen, dass es abandoned wirkt… …obwohl da seeeehr viel Leben in dieser Bude steck! Vor allem, wenn man mit Freunden dort wohnt. Ist halt irgendwie schöner als Hotel, da man abends und morgens gemeinsam isst und den Tag bespricht. Okay, für uns war es ein Urlaubsabenteuer, aber viele Menschen wohnen noch so. Wenn es nur die Familie ist, ist das ja eine Sache, aber ich kenne eine 85 jährige Oma, die in so einer Komunalka mit drei jungen Männern wohnt, die auch noch begeisterte Raucher sind. Die arme hat uns mal ihr Leid geklagt. – Dennoch war es für uns eine tolle Erfahrung.

      September 12, 2017 at 10:44

      • oh das kann ich mir sehr gut vorstellen! für eine reise ist sowas natürlich perfekt. für ein ganzes leben ist es wohl was anderes.

        September 12, 2017 at 13:33

        • Das stimmt. Das ist aber auch der Vorteil beim Reisen ein Stück in eine Welt hineinschauen zu dürfen, sich einen kleinen Teil der anderen Welt zu verinnerlichen und es dann in sein Leben mitzunehmen.

          September 12, 2017 at 17:05

        • oh ja!

          September 13, 2017 at 8:09

  2. Und wieder einmal hast Du es geschafft, einen sensiblen Ort stilvoll und authentisch zu fotografieren ohne das es kitschig oder übertrieben wirkt. Sehr viel Fingerspitzengefühl für den Moment. Hammer! Die Geschichte dahinter ist schon auch krass. Unvorstellbar dort mit so vielen Menschen zu leben. Aber gut, wir sind in der Hinsicht halt echt verwöhnt und ignorieren manchmal die Tatsache, dass wir zu den Ausnahmen gehören!!! Auf jeden Fall eine tolle Reportage die noch eine Weile wirken wird…

    September 12, 2017 at 8:46

    • Ich habe es neben dem tollen Urlaubsabenteuer auch als Chance gesehen, Wertschätzung zu empfinden, für die Sachen, die man im Wohlstand gar nicht mehr wahrnimmt. Die Dinge auf den Bilder waren zwar alt, aber alle noch funktionstüchtig. Eine wahre Zeitreise!!!
      Schön war es auch (für die Zeit des Urlaubs), diese enge Gemeinschaft zu spüren. Ehrlich gesagt ging das aber auch nur, weil unsere Freunde sehr nett und Pflegeleicht sind. Mag mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn du mit jemanden zusammenwohnen musst, der einem ständig quer kommt.. …und das nicht nur während des Urlaubs, sondern in deinem ganz alltäglichen Leben.
      Das Fotografieren hat sehr viel Spaß gemacht, da ständig irgendwas neues vor der Nase auftauchte. Zwar keine Menschen, aber der Ort wo diese wohnen und leben.
      Vielen Dank, für deinen schönen Kommentar. Ein tolles Feedback.

      September 12, 2017 at 10:52

      • Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Diesen Ort mal ganz bewusst zu durchstreifen und aufzunehmen. Wirklich sehr spannend. Für mich wär das übrigens auch nichts, bin da vielleicht zu sehr ein Harmonie-Mensch um mit vielen unterschiedlichen Menschen auf einem Haufen zu leben. Doch wie gesagt, wir sind halt viele Dinge ganz anders gewöhnt. Fakt ist das Du es geschafft hast diesen Ort sehr facettenreich zu fotografieren. Und das rockt einfach!!!

        September 12, 2017 at 15:53

        • War eigentlich früher immer ganz froh meine eigene Bude zu haben. Habe das WG-Leben meiner Freunde zwar immer genossen.. ..aber glaube ich auch nur, weil ich an beidem teilnehmen konnte. Das ist schon Luxus. – Genau wie es eine Art von Luxus ist, solche Bilder zu machen und zu sehen. Lebst du in dieser Welt, siehst du es anders. Ich werde dort oft gefragt, warum ich DAS knipse, weil das doch absolut nicht schön ist. Doch die Distanz dazu schafft auch eine Grundlage für gute Diskussionen. Jetzt nicht, dass man nicht renovieren darf, aber es wird oft zu schnell und rücksichtslos alles wegsaniert und vergessen auch mal ein Stück Geschichte zu bewahren. Ist ‘ne lange Diskussion.
          Aber hab Dank für deine Worte… ..das freut mich wirklich sehr!!!

          September 13, 2017 at 7:50

        • Ich denke auch das man da eeewig drüber philosophieren kann… Im Endeffekt zählt immer der Gedanke dahinter und die dazugehörige Portion Respekt vor Menschen und Orten. Das spiegelst Du wieder, sogar damals bei der Müllserie am Strand. Das wirkt nicht platt sondern sehr durchdacht. Das gefällt mir… Fertig! ;-))

          September 13, 2017 at 8:17

        • Ich denke auch, dass sich durch Respekt eine Offenheit für einen guten Austausch ergibt, Dinge mal durch die Augen anderer zu betrachten und die Vielfalt zu entdecken.
          KKRRK.. ..Roger! 😉 😀

          September 13, 2017 at 8:30

        • Wenn die Welt doch nur ein paar mehr Markusse hätte… Hach was wäre das für ein wundervoller Ort hier auf der Erde… ;-))))

          September 13, 2017 at 8:34

        • 😉 🙂

          September 13, 2017 at 8:38

  3. So amazing pictures from this time travel !

    September 12, 2017 at 8:57

    • Thank you for your nice comment, Monsieur R. …and thanks for reblogging!

      September 12, 2017 at 12:20

  4. Reblogged this on My Daily Pictures, Words & Music.

    September 12, 2017 at 8:57

  5. eindringliche, aber auch behutsame, liebevolle Aufnahmen. Eine Annäherung an eine Lebensform, die uns hier fremd geworden ist.
    Wie gut es uns doch geht, ist der erste Gedanke, der mir in den Kopf schießt. Erst dann denke ich darüber nach, wie gut und schön das Leben in einer Gemeinschaft sein kann.

    Lg,
    Werner

    September 12, 2017 at 9:18

    • Genau, lieber Werner, ‘fremd geworden’… …sich an Distanz gewöhnt. Für mich war die Zeit dort eine sehr intensive und nahe Erfahrung Mitmenschen auch zu spüren. Nicht nur unsere Freund auf engsten Raum, sondern auch eine alte Dame aus Moskau, die zum Fotografieren einige Zeit in St. Petersburg wohnte. Obwohl ich glaube ich recht zugänglich bin, brauche ich (oder besser: habe ich mich dran gewöhnt) meinen Freiraum. Umso positiver war ich erstaunt, wie viel intensives Zusammenleben ich doch noch zulassen kann… …weil ich es vielleicht auch vermisst habe?
      Ein Ort der wirklich eine schöne Zeitreise für mich war. Ich wollte Bilder machen die zwar keine Menschen zeigen, aber ihre intensiven Spuren in einer Gemeinschaft.
      LG,
      Markus

      September 12, 2017 at 10:59

      • Das ist dir gelungen, Markus. Ein wirklich intensiver Beitrag!

        September 13, 2017 at 12:42

  6. This коммуналка is a like a dream of the past, congrats, wonderful shots !!!

    September 12, 2017 at 10:37

    • Thank you so much. It makes me happy that you like it. – Since almost twenty years I travel to Russia, make my experience and see all the changes that going on there. Many changes happen for good, but some changes just swallow the past/history in a breathtaking speed. So, it was a precious experience for me to find some still existing traces of the past how coexistence could work.

      September 12, 2017 at 11:16

  7. Great atmosphere Markus… Big like! 😀

    September 12, 2017 at 15:22

  8. Absolutely lovely to see this. I really like how you focused on saily objects and small objects that usually come unnoticed .

    September 12, 2017 at 20:33

    • I think that we are able to notice those small things in different worlds or lives… …and it would be great to learn from that, to see it in our lifes again. Thank you for your fine words.

      September 13, 2017 at 7:21

  9. daily*

    September 12, 2017 at 20:33

  10. Most excellent. Where is Markus, there is beauty. 🙂

    September 13, 2017 at 13:35

    • 😁😊👍🏼😘. Najkepsa hvala! To mi je zelo veselo.

      September 13, 2017 at 14:57

      • Hihiih. Ich kann ein paar Sachen auch ohne Google Translate sagen. 😉 Tut mir leid. NOOO, I’m not sorry. Damn… Ich bin sehr froh! 😀

        September 13, 2017 at 15:37

        • …ich kann auch ein paar Sachen ohne Google Translate sagen.. … 🙂 …leider nur auf deutsch… ..und ein wenig russisch und englisch 😀 😉 Hast du das in der Schule gelernt?

          September 13, 2017 at 17:07

        • Vater arbeitete (?) in Wien. Ich hab Bravo gelesen. Genug? 😀 Ach, ja, Ö3. (“Oesterreichische Rundfunk brachte Nachrichten. Fuer antworthliche Redakteur…”). Dann kommt 2 Jahren in Gymnasium, aber Grammatik war zu kompliziert. 😉 (Even though die Slowenisch hat 6 … hm… I don’t know the word… grammar cases.) Now I’m surrounded by the Italian language, even though I speak English with amore, and don’t use German at all any more. Leider…

          September 13, 2017 at 18:19

        • ..ach die gute alte BRAVO… 🙂 witzig. Echt interessant zu hören, dass du deutsch sprichst. Wirklich schön! “..aber die Grammatik war zu kompliziert” …das kenne ich vom russisch lernen. Auch 6 Fälle (grammar cases)… …spreche es sehr, sehr schlecht… …weil ich aus Gewohnheit und aus Protest nur vier Fälle benutze! 😀 😀 ..6 sind mir zu viel… …bin bescheiden! 😀 😉

          September 14, 2017 at 17:43

        • Russisch muss echt schwer sein. Ich hab versucht es zu lernen aber kann nur “Naš klas vnizu” und “haruoša paguoda”. Viel Glueck!

          September 14, 2017 at 17:53

        • „haruoša paguoda“ kennen wir in Deutschland nicht. Hier regnet es immer.

          Ist dir das Lernen nicht leicht gefallen? Russisch ist doch auch eine slawische Sprache. Ich war mal in Montenegro. Auf dem Markt konnte ich mich ganz gut in russisch verständigen und viele Schilder konnte ich auch lesen. Cool!

          September 15, 2017 at 13:43

        • It should mean “good weather”! 😀 Let’s not forget that Russians write in Cyrillic. Hard! By the way, Slovenia is in the finals. 😉 Today we will see if we play against Russia or Serbia… (Mein Deutsch ist gut nur fuer kurz Zeit. :D)

          September 15, 2017 at 13:48

  11. Fascinating Markus a walk back in time….my heart is with my Cuban friends and some how these images remind me of them….sending you calm and peace over the pond…I really like the radio and drying rack 🤓😀

    September 13, 2017 at 17:33

    • …this place cured me… …you got only the necessary thing… …and you use all of it in a humble way because you can feel the true value of … …and about the radio… …it has only on station… …less is more! One-station-radio-greetings and smiles 🙂 🙂 🙂

      September 14, 2017 at 17:48

      • yes i believe i understand what you are saying…a sort of buddhist value…of freeing the mind…being humble is a good thing to me :0 thanks Markus for the radio greeting many smiles!!! 😀

        September 14, 2017 at 23:32

  12. Wow, die Fotos sind sehr atmosphärisch und vom Stil her so passend entwickelt… … Sie wirken fast wie von einem Lost Place… und dennoch wirkt es nicht als sei da etwas verloren… … unvorstellbar… … ach Mensch, deine Fotos sind einfach klasse! Und ohne Menschen zu zeigen, zeigst du doch soooo viel!!!

    September 14, 2017 at 16:47

    • 🙂 🙂 ohh, hab vielen Dank! Finde ich sehr schön, wenn du die Bilder so siehst.
      Jetzt mal meine westlich verklärte Romantik weggedacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einige Menschen gibt, die die Ruhe und Lebendigkeit dieses Ortes auch so empfinden würden. In den Tagen dort, hat es mir an nichts gefehlt. Ich hatte alles was ich brauchte und war glücklich. Der Ort war zwar stark reduziert, gemessen an den Umständen wie man sonst lebt. Er hatte aber alles was man brauchte. Jeder einzelne Gegenstand bekam wieder einen Sinn und eben dieser Fokus auf den eigentlichen Sinn hat eine großen Wert geschaffen. Das Radio hatte genau einen Sender. Für jeden war genau ein Teller da. Jeder hatte einen Platz für die Schuhe. Nur die Blumen in der Küche, die so nett in einer Teekanne platziert waren, die waren für alle da. 🙂

      September 14, 2017 at 17:04

      • Man merkt richtig wie angetan du von der Zeit bist, wenn du so schreibst… … ja, und einiges davon kann man sicherlich mal mitnehmen, um sein eigenes Leben – nicht nur in materieller Sicht – mal zu überdenken… …

        September 15, 2017 at 22:14

        • also zuerst war ich ja echt ein wenig bockig. Wollten eigentlich nach Dagestan fahren. Da im Moment aber dort ab und zu Touristen mal einfach so verschwinden und ich nicht wollte, das Mama von mir aus der Tagesschau erfährt, sind wir halt nach St. Petersburg gefahren. War ich schon ein paarmal und fand die Idee jetzt nicht solo spannend. Aber wie das so ist. Erwartest du nichts, wird es oft richtig cool. Ja, genau. Angetan war ich echt. Auch, wie du es auch schreibst, man mal einige Sachen neu überdenken und empfinden konnte.

          September 16, 2017 at 13:51

        • 😂😂😂ich glaub, ich wäre auch mal erst bockig gewesen😂! Cool, dass du dich drauf einlassen und so eine coole Erfahrung machen konntest… und die Fotos mitgebracht hast!

          September 16, 2017 at 20:44

  13. Nil

    Erinnert mich an Cuba… 😉

    September 14, 2017 at 16:59

    • ….waren ja auch Brüder im Geiste… …zumindest früher mal. 🙂

      September 14, 2017 at 17:23

      • Nil

        Stimmt – das war einmal… 😉

        September 14, 2017 at 18:02

  14. Wow, super!! Du hast ja echt ein Händchen dafür, diese ganzen Kleinigkeiten so gut und so liebevoll zu inszenieren, dass man gleich auch mal unbedingt dahin mnöchte 😉
    Das Prinzip der Kommunalka lasse ich mir von dir nochmal erklären demnächst, es hört sich eng und voll an. Und alt. Deine Bilder vermitteln allerdings so großen Charme, dass ich selbst bei dem Tellerabtropfdingsbild denke, hach, wie schöööön … 🙂
    Also, ich denke, diese kleinen Eindrücke werden sich freuen, dass du sie so freundoich angeschaut hast und eine warme Atmopshäre damit verbreitest.
    Schön, dass die Bilder so unterschiedlich sind. Das macht es lebendig.
    Liebe Grüße, Andrea

    September 14, 2017 at 21:30

    • das finde ich sehr schön, dass es dich so anspricht. Du hättest den Ort sicher auch gemocht, weil ich mir gut vorstellen kann, dass du viele, viele Details entdeckt hättest, die mir nicht so aufgefallen wären. Wäre doch auch mal ein schönes Projekt… …’Meine fünf Lieblingsdetails aus der Komunalka’.
      😀 ..war auch eng und voll, aber für die paar Tage ging es. Der Lagerkoller ist dem Charm des Ortes gewichen. 🙂 Werde dir gerne nochmal das Prinzip der Kommunalka erklären… …am besten natürlich vor Ort… …sonst könnte ich dir ja viel erzählen. 🙂

      Liebe Grüße, Markus

      September 15, 2017 at 13:07

  15. Die Serie gefällt mir sehr gut, Markus, dein liebevoller Blick prägt jedes einzelne Bild. LG, Conny

    September 14, 2017 at 21:44

  16. Vielen lieben Dank, Conny. Finde es sehr schön, dass du die Bilder so siehst.
    LG, Markus

    September 15, 2017 at 13:10

  17. Moin Markus,
    eine wirklich eindrucksvolle Serie über eine Lebensform, die man bei uns so gar nicht mehr kennt. Es zeigen sich liebevolle Details, die auch etwas über das Zusammenleben erzählen. Wohnraum ist oft ein kostbarer Luxus, hier wird jetzt die eher pragmatische Seite gezeigt, obwohl es recht heimelig wirkt. Die Leute kennen es nicht besser, weil es wohl wenig Alternativen dazu gibt. Zumindest in den großen Städten. Ich frage mich, wie sich solch eine Lebensform wohl auf das Gemüt der Menschen auswirkt, man wird ja gefordert, sich mit seinen Mitmenschen zu arrangieren. Was nimmt man davon mit auf die Strasse, prägt das auch das Verhalten gegenüber anderen Menschen?
    Mit “unseren” WG’s hat das ja nix zu tun, bei uns wird das eher als Lifestyle gesehen. In einigen ( teuren) Städten wird es zwar oft auch eher zweckmäßig gesehen, aber eigentlich nur für eine bestimmte Zeit. In Russland sieht das etwas anders aus. Haben die Menschen aus “deiner” Kommunalka wenigstens eine Datscha?
    LG kiki

    September 17, 2017 at 7:32

    • Ich war überrascht, als ich mal eine Statistik gesehen habe, nach der die Russen, verglichen mit den Europäern, prozentual weitaus mehr Eigentumswohnungen/Häuser besitzen. Das kommt durch die Geschichte des Landes. In Sovjetzeiten, bekam man den Wohnraum zugewiesen. Der berechnete sich aus der Kopfzahl der Familien. Nach Auflösung der Sowjetunion wurde dieser Wohnraum dann privatisiert und die Familien konnte ihre Wohnung für relativ wenig Geld erwerben. Für kleine Familien, z.B. Pärchen oder Singles, gab es dann die Form der Komunalka, da sie für eine eigene Wohnung nicht die Voraussetzung erfüllten. Diese Form des Zusammenlebens gibt es teilweise noch heute und hat wahrlich nichts mit einer europäischen WG zu tun.
      Diese Komunalka in der wir gewohnt haben, war nach dem Prinzip ausgerichtet, kurzfristigen Wohnraum für vorübergehende Besucher zu schaffen. Ich nehme an die Preise waren leicht höher als für dauerhafte Bewohner, aber trotzdem immer noch sehr erschwinglich. Da Taxifahren dort auch noch sehr erschwinglich ist, haben wir dies auch oft genutzt. Interessant war dann immer die Reaktion der Taxifahrer (“IHR wohnt in einer Komunalka??), da sie unser Aussehen nicht so recht mit der Idee der Komunalka verbinden konnten. Hat wohl leider auch was sehr abschätziges, da keiner richtig scharf drauf ist , in einer Zwangs-WG zu wohnen. Uns tat es allerdings sehr gut.
      Weiß ich leider nicht, ob die Dame aus Moskau, die mit uns gewohnt hat eine Datscha hat. Unsere Freunde haben glaube ich eine. Ist in so einer Provinzhauptstadt wie Tver aber auch üblich, da es genug Umland gibt. In Moskau sieht das anderes aus. Wir haben Freunde aus Moskau, deren Datscha ca. 150km ausserhalb der Stadt liegt, weil alles was Näher dran liegt schon vergeben oder einfach zu teuer ist.
      LG, Markus

      September 18, 2017 at 11:46

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